KRIEG GEGEN KINDER – Verlängert!

Die Gemeinschaftsausstellung KRIEG GEGEN KINDER ist eine künstlerische Weiterführung der Debatte über die Gewalt in den Erziehungsheimen.
Arbeiten von Isabel Fröschl, David Kurz, Helmut Kurz-Goldenstein, Brigitte Lunzer-Rieder, Helmut Oberhauser, Michaela Putz, Peter Ruzsicska, Florian Steiner und Michael Tfirst.
Kuratiert von Tom Waibel, grafisch gestaltet von Patrick Detz.

Fotografien, Bilder, Installationen und Fundstücke: Krieg gegen Kinder beleuchtet die institutionalisierte Gewalt gegen Kinder in den Wiener Erziehungsheimen. Die Ausstellung ist eine künstlerische Spurensicherung, Analyse und Stellungnahme: Im Zuge der Recherche kam es zu einem intensiven Austausch mit Betroffenen des Fürsorge- und Erziehungssystems und als Ergebnis dieser Zusammenarbeit haben künstlerische Arbeiten von Betroffenen und Gästen in der Ausstellung Platz gefunden.

Ort: Künstlerhaus
Dauer: 5.12.2013 – 5.01.2014 Verlängert bis 23.2.2014
Öffnungszeiten: Täglich außer Mo 10:00 – 18:00 Uhr, Do 10:00 – 21:00 Uhr

Veranstaltungsübersicht:

KünstlerInnen-Führungen
Jeden Samstag nachmittag ab 15:00 bei freiem Eintritt am 25.1., 1.2., 8.2., 15.2. und 22.2.

Do., 23.1., 18:00
Kunst als soziale Notwendigkeit
Lesung und Debatte mit Peter Ruzsicska, Brigitte Lunzer-Rieder und Michael Tfirst. Mit Ruzsicska, Lunzer-Rieder und Tfirst kommen Menschen zu Wort, die von den skandalösen Zuständen im österreichischen Fürsorgesystems und in katholischen Einrichtungen aus erster Hand berichten können. Sie alle sind künstlerisch tätig und machen sich auf sehr subjektive Weise Gedanken über die Formen der „Verkunstung“ von politischen Auseinandersetzungen.

Do., 30.1., 18:00
Gerda Matejka-Felden: Eine streitbare Volksbildnerin
Präsentation einer Broschüre mit bisher unveröffentlichten Originaldokumenten zum Leben und Werk der ersten Professorin für Kunsterziehung in Österreich. Anschließend Podiumsdiskussion mit: Mag.a Eva Blimlinger (Rektorin der Akademie der Bildenden Kunst, angefragt), Dr. Christian Stifter (Direktor des Österreichischen Volkshochschularchivs) und Dr. Tom Waibel (Redakteur der Broschüre, Wiener Kunstschule).

Do., 13.2., 18:00
Folgen der Gewalt: Wie hilft Helfen?
VertreterInnen von Institutionen zur Betreuung von Kinder und Jugendlichen ergreifen das Wort. Es diskutieren: Peter Sarto (Ombudsmann der Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien), Dr. Regina Rüsch (Stellvertretende psychotherapeutische Leiterin der Initiative „Die Boje“) und Christine Klimt (Sozialpädagogin beim Verein „Selbstlaut“), Helmut Oberhauser (Vertreter des Vereins „Ehemalige Heimkinder“).
Moderation: Christine Grabner (ORF am Schauplatz)

Do., 20.2., 18:00
Lesung: Verwaltete Kindheit
Georg Hönigsberger und Imtraud Karlsson lesen aus ihrer jüngsten Publikation: Verwaltete Kindheit. Der österreichische Heimskandal. In diesem Buch kommen ehemalige Heimkinder zu Wort und es werden Lösungen aufgezeigt, wie die öffentlichen Institutionen Betroffene der Jugendfürsorge heute unterstützen können.

So., 23.2., 11:00
Finissage / Matinée: Dokumente des Aufbegehrens
Kritisches Resümee der Ausstellung KRIEG GEGEN KINDER mit sämtlichen Beteiligten: Patrik Detz, Isabel Fröschl, David Kurz, Brigitte Lunzer Rieder, Helmut Oberhauser, Michaela Putz, Peter Ruszicska, Florian Steiner, Michael Tfirst, Tom Waibel und Peter Zawrel.

Weitere Informationen auch zum Rahmenprogramm:
http://www.k-haus.at/de/ausstellungen/aktuell/212/verlangert-bis-23.2.–br–krieg-gegen-kinder.html

Auszug PRESSE (online und Printausgabe) Almuth Spiegler, 05.12.2013
http://diepresse.com/home/kultur/kunst/1501059/Kunstlerhaus_Kunst-uber-das-Kinderleid

“Es ist eine kleinere Ausstellung, aber eine, wie man sie von jungen Künstlern an den Wiener Kunst-Universitäten nicht gewohnt ist – fern eines abgehobenen Kunst-Diskurses, dafür nahe am Leben und am Leid, vor allem aber voll des Respekts dem Leid anderer gegenüber.”…
“Was sich die Studierenden der Kunstschule, die Ende 2014 nach 60 Jahren übrigens schließt, hier trauen, ist enorm. Ein Lehrbeispiel gesellschaftspolitischer Kunst.”